Passfahrt: Brünigpass
| Höhe | 1008m ü. M. |
| Land | CH |
| Startort | Lungern (OW) |
| Zielort | Brienzwiler (BE) |
| aktuell | 27.2 °C / überwiegend klar |
| Pass-Status | Offen |
| Orakel für Mittagszeit |
So, 16.08.24.1 °Cbedeckt Mo, 17.08.17.3 °Cunbekannt Di, 18.08.18.1 °Cbedeckt |
- Höhe: 1.008 m ü. M.
- Lage: zwischen den Kantonen Bern und Obwalden
- Verbindung: Meiringen im Berner Oberland mit Lungern und dem Sarneraatal
- Passstrasse: Teil der Hauptstrasse 4 zwischen Interlaken und Luzern
- Bahnverbindung: Brünigbahn der Zentralbahn mit Zahnstangenabschnitten
- Charakter: niedriger Alpenpass mit ganzjähriger Bedeutung für Verkehr und Tourismus
Der Brünigpass verbindet das Berner Oberland mit der Zentralschweiz und führt durch eine abwechslungsreiche Voralpenlandschaft. Im Gegensatz zu den hohen Alpenpässen verläuft die Route durch grüne Wälder, sanfte Bergflanken und idyllische Seenlandschaften.
Besonders eindrucksvoll sind die Ausblicke auf den Lungernsee, die umliegenden Voralpengipfel sowie die Landschaft des Haslitals bei Meiringen. Die Region ist geprägt von Wiesen, Moorgebieten und dichten Bergwäldern, die dem Pass einen deutlich anderen Charakter verleihen als die hochalpinen Übergänge der Schweiz.
Der Brünigpass ist eine wichtige touristische Verbindung zwischen Luzern, dem Berner Oberland und der Jungfrau-Region. Motorradfahrer schätzen die kurvenreiche Strecke und die schönen Ausblicke auf Seen und Berge, während Autofahrer den Pass häufig als landschaftlich reizvolle Alternative zur Autobahn nutzen.
Die Region bietet zahlreiche Wander- und Radwege sowie Ausflugsmöglichkeiten rund um den Lungernsee und das Haslital. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der Zentralbahn, deren Brüniglinie spektakuläre Ausblicke auf die umliegende Bergwelt ermöglicht. Beliebte Ausflugsziele in der Nähe sind Meiringen, die Aareschlucht, der Lungernsee und das Freilichtmuseum Ballenberg.
Der Brünigpass zählt zu den ältesten Verkehrsverbindungen zwischen dem Berner Oberland und der Zentralschweiz. Bereits im Mittelalter wurde der Übergang für Handel, Viehtrieb und Reisen genutzt. Aufgrund seiner vergleichsweise geringen Höhe war er oft leichter passierbar als viele andere Alpenübergänge.
Im 19. Jahrhundert wurde die Strasse ausgebaut und gewann zunehmend an Bedeutung für den Personen- und Güterverkehr. Einen weiteren Entwicklungsschub brachte die Eröffnung der Brünigbahn im Jahr 1888, die bis heute eine wichtige Verbindung zwischen Luzern und Interlaken darstellt.
Der Brünigpass unterscheidet sich von vielen Schweizer Alpenpässen durch seine geringe Höhe und seine ganzjährige Bedeutung als Verkehrsweg. Während zahlreiche Hochalpenpässe im Winter gesperrt werden, bleibt die Brünigroute in der Regel das ganze Jahr über befahrbar.
Eine weitere Besonderheit ist die parallel verlaufende Brünigbahn mit ihren Zahnstangenabschnitten, die zu den bekanntesten Gebirgsbahnen der Schweiz gehört. Die Kombination aus See-, Wald- und Berglandschaften macht den Brünigpass zu einem der vielseitigsten Übergänge zwischen Alpen und Voralpen.