Wie verbessert man die Kurventechnik?
Kurvenfahren gehört für viele Anfänger zu den spannendsten – aber auch schwierigsten – Teilen des Motorradfahrens. Mit der richtigen Technik wird es aber schnell deutlich sicherer und entspannter.
Das Wichtigste dabei: ruhig bleiben, weit schauen und das Motorrad arbeiten lassen.
1. Die Blickführung ist entscheidend
Das Motorrad folgt deinem Blick. Deshalb solltest du niemals direkt vor das Vorderrad oder auf Hindernisse schauen.
Richte deinen Blick stattdessen immer weit durch die Kurve bis zum Kurvenausgang.
Allein diese Veränderung macht Kurven oft sofort ruhiger und kontrollierter.
2. Kurven werden über den Lenker gefahren
Viele Anfänger denken zuerst, dass man nur durch Gewichtsverlagerung lenkt. Tatsächlich entsteht die Kurve hauptsächlich über kleine Impulse am Lenker.
Für eine Rechtskurve reicht zum Beispiel ein leichter Druck auf den rechten Lenkergriff – das Motorrad kippt dadurch sauber in die gewünschte Schräglage.
3. Ruhige Linie statt Hektik
Gerade als Anfänger hilft eine saubere und ruhige Linie deutlich mehr als Geschwindigkeit.
- Vor der Kurve die Geschwindigkeit anpassen
- In der Kurve möglichst ruhig bleiben
- Am Kurvenausgang sanft beschleunigen
Abrupte Brems- oder Lenkbewegungen mitten in der Kurve machen das Motorrad unnötig instabil.
4. Locker bleiben und das Motorrad arbeiten lassen
Im normalen Straßenverkehr hilft vielen Anfängern die sogenannte „Drück-Technik“:
- Der Oberkörper bleibt relativ aufrecht
- Das Motorrad bewegt sich leicht unter dem Fahrer in Schräglage
Dadurch fühlt sich das Motorrad oft kontrollierbarer und stabiler an.
Der wichtigste Tipp
Kurventechnik entwickelt sich nicht über Nacht. Mit jeder gefahrenen Kurve wächst das Vertrauen in das Motorrad und die eigene Fahrweise.
Wer ruhig übt und sich nicht unter Druck setzt, merkt meistens schnell, wie Kurven plötzlich natürlicher und flüssiger werden.
Alle Angaben ohne Gewähr.