Welche Motorradklassen gibt es?
Nach Führerscheinklassen (Fahrberechtigung)
Die Einteilung orientiert sich an Hubraum, Leistung und Alter: Klasse AM (Kleinkrafträder) Bis 50 cm³ Hubraum und max. 45 km/h. Darf in Deutschland und Österreich ab 15 Jahren, in der Schweiz (Kat. M) ab 14 Jahren gefahren werden.
Klasse A1 (Leichtkrafträder) Max. 125 cm³ Hubraum und maximal 11 kW (15 PS). Das Leistungsgewicht darf 0.1kW/kg nicht überschreiten. Im DACH-Raum in der Regel ab 16 Jahren.
Klasse A2 (Mittelklasse): Max. 35 kW (48 PS). Das Leistungsgewicht darf 0.2kW/kg nicht überschreiten. Die Ausgangsmaschinen dürfen ungedrosselt maximal 70 kW (95 PS) haben. Erwerb in der Regel ab 18 Jahren.
Klasse A (Offen) Unbeschränkte Motorräder. In Deutschland und Österreich Direkteinstieg ab 24 Jahren (oder nach 2 Jahren Praxis in A2). In der Schweiz (Kat. A unbeschränkt) nach einer praktischen Prüfung mit einer 35 kW Maschine und i.d.R. 2 Jahren Fahrpraxis.
Nach Bauart und Einsatzgebiet
Unabhängig vom Führerschein werden Motorräder anhand ihrer Form und Nutzung kategorisiert, bspw.:
- Naked Bikes Wendige Allrounder ohne große Verkleidung, aufrecht sitzend (z. B. Yamaha MT-Serie, Honda CB).
- Sportler & Superbikes Auf Höchstleistung und Aerodynamik ausgelegte Maschinen mit tiefer Lenkerposition (z. B. Ducati Panigale, BMW S 1000 RR).
- Tourer & Sporttourer Komfortable, schwere Motorräder für lange Strecken mit viel Stauraum (z. B. BMW RT-Serie).
- Enduros & Reiseenduros Robuste Maschinen mit hohem Federweg, die sowohl für die Straße als auch für leichtes Gelände geeignet sind (z. B. BMW GS, KTM Adventure).
- Chopper & Cruiser Tiefe Sitzposition, bulliger Motor und viel Chrom (z. B. Harley-Davidson).
- Supermotos Extrem leichte und wendige Straßenmaschinen mit der Technik von Motocross-Bikes, ideal für kurvige Strecken.
Alle Angaben ohne Gewähr.